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Wie Medizinprodukte steril aufbereitet werden
In der Sendung "Natürlich gesund" bei Radio Paradiso erklärt André Haarbach, wie sterile Aufbereitung von Medizinprodukten funktioniert, wie die Mitarbeitenden ausgebildet werden und welche Qualitätskontrollen und Normen es gibt.
Julia Nogli: Einen entspannten Abend, hier ist Radio Paradiso mit der Sendung Natürlich gesund. Mein Name ist Julia Nogli und unser Thema heißt heute Sterilgutversorgung. Da kann sicher nicht jeder was damit anfangen und darum wollen wir da mal tiefer eintauchen.
Wir, das heißt Julia Nogli, das bin ich und mein Gast hier im Studio ist André Haarbach, Leiter des operativen Managements des Immanuel Klinikums Bernau Herzzentrum Brandenburg. Hallo, ich grüße Sie.
André Haarbach: Guten Abend Frau Nogli.
Ja, viele kennen den OP, aber kaum jemand die Aufbereitung von Medizinprodukten. Können Sie kurz erklären, was da genau alles passiert? Welche Rolle Ihre Abteilung hat für das Thema Patientensicherheit?
André Haarbach: Ja, ich kann gut nachvollziehen, dass man sich relativ wenig darunter vorstellen kann. Mir ging es viele Jahre nicht anders. Ich komme ursprünglich aus der Pflege und wir hatten natürlich Kontakt mit aufbereiteten Medizinprodukten, aber niemand macht sich im alltäglichen Gebrauch darüber Gedanken, wofür diese Instrumente benutzt werden bzw. wie sie aufbereitet werden und wo sie herkommen. Während meines Studiums bekam ich das Angebot von unserer Pflegedirektorin, ob ich die Leitung dieser Abteilung übernehmen würde wollen und war dann relativ frei von jeglichen Vorurteilen und konnte mich gut einfinden, dass das bis heute meine Leidenschaft ist. Das ist jetzt fast 13 Jahre her und ich konnte das von der Pike auf lernen.
Das heißt, wie funktioniert das ganze Thema? Die benutzen Instrumente, die aus dem OP kommen, die werden bei uns vorbereitet zur Reinigung, werden auseinandergebaut, demontiert, werden dann gereinigt und desinfiziert. Das passiert alles in Maschinen, ähnlich wie eine Geschirrspülmaschine, nur mit anderen Parametern.
Da ist wesentlich mehr Temperatur, eine andere Chemie und eine andere Dauer. Dann werden die Instrumente auch in der Maschine getrocknet und danach wird dieser Prozess freigegeben von den Mitarbeitern. Dann werden die ganzen Instrumente wieder zusammengebaut und gepflegt und dann werden wieder die Sets erstellt, so wie die Sets für die OP genutzt werden.
Julia Nogli: Was ist denn das so? Ich sehe natürlich eine Zange vor mir, eine Schere, eine Pinzette, aber das sind auch komplexere Dinge.
André Haarbach: Von bis. Tatsächlich ist es Zange, Schere, Pinzette und Nadelhalter, aber es wird auch wesentlich komplexer. Das sind verschiedene Instrumente für die minimalinvasive Chirurgie, für die Mikrochirurgie, für die Augenheilkunde und bis hin zu Instrumenten oder Medizinprodukten, die von Robotern gesteuert werden.
Also wirklich von bis. Das Spektrum ist sehr breit. Wir haben, glaube ich, momentan über 10.000 verschiedene Instrumente, die wir aufbereiten. Davon sind natürlich viele ähnlich, aber das ist so dieses Spektrum, wo wir uns dann bewegen, für unsere vielen Kunden.
Julia Nogli: Ist es so, dass immer alles, was da einmal im OP war, aufbereitet werden muss? Oder könnten jetzt die Ärzte auch sagen, das habe ich ja alles gar nicht benutzt, das bleibt steril? Das ist nicht so.
André Haarbach: Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Es gab sicherlich eine Zeit, in der gerade die Anwender versucht haben, die Aufbereitungszeit zu beschleunigen, in dem sie genau solche Argumente vorbrachten. So ist ja gar nicht benutzt.
Julia Nogli: Aber es war im Raum.
André Haarbach: Alles, was innerhalb dieses konfektionierten Sets ist und im OP ausgepackt wurde, gilt als benutzt. Ob die Instrumente dann jetzt wieder in die Aufbereitungsabteilung kommen und eigentlich sauber sind und auch augenscheinlich nicht benutzt wurden, werden sie alle gleich behandelt.
Julia Nogli: Sie arbeiten da sozusagen im Hintergrund und Ihr Team. Wie viele sind Sie denn da?
André Haarbach: Wir sind jetzt tatsächlich mit allen, die dazugehören. Dazu gehören natürlich auch so Schreibtischtäter, wie ich es bin und die Mitarbeiter in der Produktion natürlich. Die Mitarbeiter in der Logistik sind wir momentan 29 Kollegen.
Im Dreischichtsystem von Montag bis Freitag, also über 24 Stunden in der Woche. Am Wochenende, wo es eben auch kein elektives Geschäft in den OPs gibt, arbeiten wir mit einer Rufbereitschaft.
Julia Nogli: Sie beschreiben das als eine Art Mission, Patientensicherheit. Wie können Sie das beschreiben?
André Haarbach: Das ist tatsächlich so. Das muss eigentlich unser Heeresziel sein. Also Patientensicherheit, weil wir ja auch immer davon ausgehen dürfen, wie ich das meinen, den neuen Kolleginnen und Kollegen auch gerne erkläre, es kann ja auch immer sein, dass die Mutter oder der Vater oder das Kind auf dem OP-Tisch liegt.
Und das immer vor Augen zu haben und zu sagen, wir sind integraler Bestandteil für die Patientensicherheit des Patienten im Krankenhaus. Wir können uns nicht aussuchen, wann wir in diese Lage kommen, operiert zu werden, weil wir können es auch selbst sein. Und da möchten wir uns natürlich auch darauf verlassen können, dass unsere Kollegen ihre Arbeit vernünftig gemacht haben.
Und das passiert alles im Hintergrund, aber ebenso wichtig, dass ohne uns eben auch keine OP stattfinden kann. Und wenn wir nicht aufbereiten, dann ist der OP-Tag in Gefahr und damit eben auch die Patientensicherheit. Weil die Patienten, die operiert werden, die müssen operiert werden.
Die haben sich das auch nicht ausgesucht.
Julia Nogli: Und das ist ja alles genau durchreguliert. Da gibt es Vorgaben, die kennen Sie, die ändern sich möglicherweise. Da muss nachgeschult werden.
Ist das so?
André Haarbach: Wir haben einen relativ engen Korridor, in dem wir uns bewegen können. Der Gesetzgeber macht sehr, sehr konkrete Vorgaben, wie eine Aufbereitung stattzufinden hat. Da spielt natürlich das Robert-Koch-Institut eine Rolle und die Vorgaben, die wir da haben.
Das ist unsere kleine Bibel, die hat gar nicht so viele Seiten. Aber wie das so ist, relativ viele Verweise zu den Gesetzen, die eben noch dazugehören. Deswegen sind wir stark reguliert.
Wir haben ein qualifiziertes Qualitätsmanagementsystem, was wir auch entsprechend überwachen lassen, um das aufrechtzuerhalten. Wir müssen da natürlich viele Vorgaben erfüllen. Das geht wirklich von Mitarbeiterqualifikation.
Wie muss ein Mitarbeiter qualifiziert sein, um diese Arbeit durchführen zu dürfen? Bis hin zu, wie sind die Parameter, bis aufs Grad Celsius genau, während der Reinigung und Desinfektion und auch während der Sterilisation im Nachgang, über die Vorgaben, wie die Räume auszusehen haben, wie die räumliche Trennung ist, wie die Schleusensituationen sind. Bis hin zur Haltbarkeit natürlich.
Alles, was wir sterilisieren, ist nicht unbegrenzt haltbar. Ich sage immer, Sterilität ist eher eine Frage des Ereignisses und nicht der Zeit. Aber der Gesetzgeber sagt, wir haben 180 Tage Zeit, dieses Set zu verwenden.
Wenn diese 180 Tage um sind, dann ist es nicht schlimm. Dann wird es wieder aufbereitet bzw. noch mal sterilisiert.
Dann kann es wieder verwendet werden. Aber das ist so der Korridor, in dem wir uns bewegen dürfen.
Julia Nogli: Im Grunde ist es ja nachhaltiger, als wenn man zum Beispiel einmal Dinge benutzen würde. Es ist schon besser.
Das ist auf jeden Fall sinnvoller, das so zu machen.
André Haarbach: Es kommt immer darauf an. Es gibt viele Instrumente, wo es wirklich sinnhaft ist. Auch aus der Konstruktion heraus.
Die sind dann wirklich schwer aufzubereiten, weil sie so schwierig konstruiert sind. Dass die Aufbereitung nicht 100% wirksam wäre, oder wenn man ganz kleine Gelenke hat, wo ich dann einen Spülschatten habe, wo ich mit der Reinigung gar nicht richtig rankomme. Dann ist es sinnhaft, ein Einweginstrument zu nehmen.
Aber es sind so viele Instrumente. Dann macht es wirklich Sinn, auf Mehrweginstrumente zu setzen.
Julia Nogli: Qualifikation haben Sie eben schon gesagt. Was ist das denn für eine? Ist das noch mal etwas ganz Spezielles?
Oder ist man Krankenpfleger mit einer besonderen Fortbildung?
André Haarbach: Als ich anfing, war es so, dass wir Fachgrundlehrgänge hatten, die auf einem Curriculum basierten der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung. Dann gab es eben Schulen, die haben das ausgebildet. Das war Fachgrundlehrgang 1, 2, 3.
Dann gab es für die Arztpraxen noch Fachgrundlehrgänge. Das ist heute auch noch so. Was vor 6 Jahren dazugekommen ist, ist der Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung.
Das ist ein richtiger Lehrberuf über 3 Jahre, der momentan noch nicht anerkannt ist. Aber die Ausbildung läuft halt. Es wird nachher eine Fachkraft ausgebildet.
Diesen Unterschied ist natürlich zu merken. Das ist gut. Auf der anderen Seite ist es immer noch gut, dass wir auf Quereinsteiger setzen dürfen.
Wir haben 6 Monate Einarbeitungszeit. Nach den 6 Monaten Einarbeitungszeit darf es noch mal zur Schule gegangen werden. Das ist der Fachgrundlehrgang 1.
Nach diesem Abschluss dürfen die Kollegen vom Gesetzgeber aus alles. Aber sie sind noch nicht fertig. Es gehört immer noch ein bisschen was dazu.
Aber das macht es dann auch im Team aus. Man unterstützt sich ja gegenseitig. Man beantwortet Fragen, die man gegenseitig hat.
Nicht jeder kann alles wissen. Dafür ist es insgesamt zu divers und zu breit. Dementsprechend haben wir vom Fleischer über Dachdecker, vom Fliesenleger bis zur Floristin und Einzelhandelskauffrau heute viele interessante Menschen und viele interessante Kolleginnen und Kollegen in der Aufbereitung.
Julia Nogli: Das ist hochinteressant und finde ich gut. Das bringt ja jeder was anderes mit ein. Das werden viele gar nicht wissen, dass es solche Möglichkeiten gibt.
Das könnte ein super spannender Beruf sein. Wie man bei Ihnen merkt, den man auch gerne ausübt. Dennoch, Sie haben vorhin gesagt, Sie sind ein bisschen im Hintergrund.
Wie ist denn die Zusammenarbeit mit den Aufbereitungen? Ihr Thema OP, Pflege, Technik. Eigentlich gehört ja alles ein bisschen zusammen.
Wie funktioniert das?
André Haarbach: Immer gern so eng wie möglich. Es passieren natürlich Fehler. Überall wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler.
Wenn wir so früh wie möglich in den Austausch darüber gehen, dann sind das interdisziplinäre Gespräche, die da geführt werden müssen. Wir müssen mit der OP-Pflege in erster Linie. Das sind unsere ersten Ansprechpartner.
Wenn wir Themen haben zur Anwendung der Instrumente, dann ist das in der Regel die OP-Pflege. Aber es geht auch um Beschaffung, es geht um Reparatur. Dann sind wir auch im medizinischen Bereich.
Es geht um die Überprüfung der Aufbereitungswirksamkeit. Dann sind wir in der Hygiene. Oder es geht um unsere technische Ausstattung.
Dann sind wir auch im Bereich Technik, Medienversorgung. Wir brauchen besondere Wasserqualitäten. Wir verbrauchen unheimlich viel Energie.
Das ist so. Durch die hohen Temperaturen, die wir da verarbeiten müssen. Dann sind wir im Bereich Haustechnik.
Wir können das nicht allein. Wir sind immer darauf angewiesen, dass wir mit anderen Professionen zusammenarbeiten. Das macht es spannend.
Gemeinsam Lösungen zu finden für bestimmte Themen. Wir werden unsere Dampfversorgung so umstellen, dass der Dampf mit Gas aufbereitet wird. Sondern mit Strom.
Das spart viel Energie ein. Das ist wiederum ein Nachhaltigkeitsthema. Das können wir nicht allein.
Am Ende muss die Dampfqualität stimmen. Die muss ins Labor. Dann sind wir von der Aufbereitung in der Technik, in der Hygiene.
So zieht sich das durch. Das funktioniert sehr gut. Das ist ein Erfolgsrezept für uns.
Dass wir gut miteinander arbeiten können. Dass wir kurze Wege haben. Dass wir das Telefon in die Hand nehmen können.
Dann geht das alles zügig.
Julia Nogli: Machen Sie das schon eine Weile? Hat sich da etwas verändert?
André Haarbach: Wir sind gefragter geworden.
Julia Nogli: Warum?
André Haarbach: Als ich anfing, war die Aufbereitungsabteilung neu. Sie wurde technisch neu aufgebaut. Sie bot die Leistung für das Krankenhaus an.
Für das Immanuel Klinikum Bernau. Und für unsere Verbundklinik in Rüdersdorf. Dann kam relativ zügig dazu, dass wir das noch für die Verbundklinik in Berlin am Wannsee gemacht haben.
Dann kamen immer noch externe Kunden dazu. Insgesamt merken wir über die Jahre, dass sich immer mehr potenzielle Kunden auch auf uns verlassen wollen. Sie geben ein Stück weit ein Risiko ab.
Wir übernehmen das Risiko, weil wir es können, diese Aufbereitung. Da muss man sich seine Prozesse anschauen. Wir machen das weiterhin in unseren beschränkten Räumlichkeiten.
Dementsprechend wurden viele Prozesse digitaler. Seit einigen Jahren sind wir komplett papierlos. Bis auf einige Kommunikationsblätter, die zwischen den einzelnen Stellen pendeln müssen.
Wir sind papierlos. Die ganzen Packlisten für die einzelnen Sets, das ist alles im Computer drin. Die Dokumentation der Sets auf den Wegen in diesem sogenannten Sterilgutkreislauf.
Das ist alles EDV-gestützt. Bis hin dazu, dass wir im nächsten Jahr anfangen werden, KI-gestützt Sets zu packen. Dass sozusagen eine Kamera mitläuft, die per künstlicher Intelligenz Instrumente erkennen kann.
Und wir damit dann eben auch noch mal die wenigen Fehler, die dann trotzdem passieren bei Händearbeit, dann eben auch noch mal ein Stück weit reduzieren können. Dass eben genau die Instrumente da sein müssen, die der Operateur braucht, die die OP-Schwester braucht. Dass wir da ein gutes Ergebnis liefern.
Und dann kommen wir wieder zur Patientensicherheit. Weil nur der Operateur kann mit dem Instrumentarium gut arbeiten, was er für die jeweilige OP braucht, um den Patienten sicher zu versorgen.
Julia Nogli: Aber noch sind es eben Menschen, wie muss ich mir vorstellen, in Schutzanzügen, auch mit Handschuhen usw., wie sind Sie da unterwegs?
André Haarbach: Nur in dem Bereich, wo die Instrumente angeliefert werden tatsächlich. Also es ist keine Reinraumqualität in dem Sinn. Wir arbeiten nicht im Labor, sondern die Mitarbeiter im unreinen Arbeitsbereich, wo die benutzten Instrumente angeliefert werden, da ist es eher Selbstschutz.
Da ist es ihre persönliche Schutzausrüstung. In den anderen Bereichen, im Packbereich und auch im Ausgabebereich, wo dann die Instrumente normal oder die Verpackung bewertet werden, bevor sie dann wieder zum Patienten gehen oder in die OPs gehen, da ist es normale Bereichskleidung. Und die Mitarbeiter können sich natürlich Hände desinfizieren und Oberflächen desinfizieren, das gehört alles natürlich mit dazu.
Aber ansonsten können sie sich relativ frei bewegen.
Julia Nogli: Das klingt alles toll, super strukturiert und wird auch immer moderner. Und Sie scheinen ja auch Freude an dieser Arbeit zu haben, die Mitarbeitenden auch, die ja sogar aus anderen Berufen zum Teil kommen. Aber dennoch, es lastet ja eine hohe Verantwortung auf Ihnen und es muss ja auch ein ständiges technisches Sich-Fortbildung, also ist nicht ohne, schon anspruchsvoll.
Würden Sie dennoch sagen, das ist echt ein guter Job? Sie würden sich das gar nicht anders wünschen?
André Haarbach: Ich würde mir meinen Job nicht anders wünschen. Ich bin ja noch in anderen Bereichen verantwortlich im Klinikum, aber in der Aufbereitungsabteilung bin ich groß geworden. Da durfte ich meine ersten Federn lassen und auch die ersten Erfolge feiern.
Und ich freue mich über jeden Mitarbeiter, den wir gewinnen können oder jede Mitarbeiterin, die wir gewinnen können, die bereit ist, auch diese Verantwortung zu übernehmen. Wir haben auch einige Zeit, natürlich, mindestens in diesem Probehalbjahr, wo man sich einlassen darf auf diese Tätigkeit, wo wir Gespräche führen miteinander, ob das passt oder ob es nicht passt. Das ist ja keine Einbahnstraße.
Das funktioniert nur im gegenseitigen Miteinander oder im Dialog. Und wie gesagt, ich freue mich über jeden, der diese Verantwortung übernimmt und das dabei auch bleiben mag und auch Verantwortung selbst übernimmt, vielleicht auch über die Aufbereitung oder über diese Kernaufgabe der Aufbereitung hinaus, sei es in Richtung Qualität oder sei es in Richtung Hygiene oder auch in Richtung IT. Dadurch, dass eben alles IT-gestützt ist, brauchst du auch immer noch mal zusätzliche Unterstützung.
Und dieses gesamte Miteinander macht es, glaube ich, auch aus. Jeder wird da abgeholt, wo er sich sieht. Manche sind sehr zufrieden, dass sie einfach nur packen dürfen oder Sets erstellen dürfen und manche wollen eben noch ein bisschen mehr.
Und wir gucken, wie wir das eben dann mit in diese Prozesse mit einbringen oder ihre Qualifikation mit in die Prozesse mit einbringen.
Julia Nogli: Sie sagten eben Erfolge feiern. Ich denke ja so, eigentlich gibt es die ja gar nicht, weil es muss ja immer alles gut laufen. Also was sind denn Erfolge?
André Haarbach: Als unsere Pflegedirektorin Frau Pilz damals auf mich zukam und ob ich diese Verantwortung übernehmen will, war die Abteilung nicht wirtschaftlich. Und das ist sicherlich auch eine Säule, die ja auch viel Raum einnimmt in dieser Diskussion Aufbereitung. Und die Erfolge waren dann tatsächlich auch, okay, was haben wir gemacht?
Wir haben die Qualität verbessert. Der erste große Erfolg war mit Sicherheit, dass wir zusammen mit Frau Zacharias im Qualitätsmanagement die Zertifizierung durchgebracht haben. Wir waren eine der ersten Aufbereitungsabteilungen in Brandenburg, die eine 13485-Zertifizierung hatte.
Wir konnten unseren Kundenstand stetig ausbauen. Wir versorgen heute insgesamt 80 Krankenhäuser und Arztpraxen und ambulante OP-Zentren. Das ist nicht wenig.
Und ich glaube, das ist auch so ein Alleinstellungsmerkmal für so eine Aufbereitungsabteilung, die eigentlich im Krankenhaus ist. Wir waren jetzt, erst vor kurzem, neben der Charité in Berlin-Brandenburg die erste Aufbereitungsabteilung, die ein bestimmtes robotergestütztes Bronchoskop aufbereiten konnte. Das sind so Erfolge, die Sie eben auch immer wieder aufregend machen.
Es ist nicht jeden Tag gleich, es kommt immer wieder was dazu. Und dann ist das natürlich, liegt in der Natur der Sache, dass man nicht immer gleich glücklich ist mit der neuen Sache. Aber ich glaube, auch an der Stelle gibt uns der Erfolg dann recht.
Julia Nogli: Ja, mein ungewöhnliches Thema heute, Natürlich gesund, Sterilgutversorgung. Wenn Sie mehr Infos oder Kontakt zur Abteilung suchen, das finden Sie alles hier wie immer auf www.paradiso.de in unserer Mediathek unter natürlich gesund. Einen zauberhaften Abend wünsche ich Ihnen, hoffentlich ohne Weihnachtsstress, aber mit Radio Paradiso.





